Japan aktuell: Keine fortschrittlichen Maßnahmen zur Abwendung eines Super-Gau? Japan befindet sich im Kampf gegen einen Super-Gau. Die japanische Bevölkerung sieht laut Informationen von n24 die Maßnahmen zur Abwendung eines Super-Gaus als dilettantisch an, insbesondere die Versuche die Reaktoren per Wasserwerfer am Boden und durch Hubschrauber per Luft zu kühlen stößt auf Unverständnis. Auch die neuste Überlegung die Reaktoren unter einer Schicht aus Sand und Beton zu begraben, so wie es bereits von den Russen bei der Tschernobyl Katastrophe durchgeführt wurde, sehen die Japaner nicht als eine fortschrittliche Lösung an.

Mit Wasserwerfern im 15-Minuten-Takt werden aktuell die Reaktoren gekühlt. Zusätzliche Verstärkung gibt es nun von der Feuerwehr aus Tokio, die Feuerwehrleute wurden in Tokio feierlich verabschiedet. Laut ersten Video Aufnahmen bei n24 arbeiten die Feuerwehrleute am Atomkraftwerk in ihrer ganz normalen Brandschutzkleidung. Die Feuerwehrleute tragen also keine Strahlenschutzkleidung. 100 freiwillige Helfer unterstützen die 70 verbliebene AKW Mitarbeiter vor Ort. Laut Expertenmeinung bräuchte man aber deutlich mehr Fahrzeuge, um die Reaktoren zu kühlen.

Laut Informationen aus Japan soll angeblich nicht unbedingt eine Freiwilligkeit der Helfer vorliegen. Der japanische Regierungschef soll der Betreiberfirma des AKWs mitgeteilt haben, dass nicht alle Mitarbeiter abgezogen werden können, denn man soll nicht an die Zukunft des Betreibers, sondern um die Zukunft von Japan denken. Den 50 Mitarbeitern soll daher quasi vom Regierungschef befohlen worden sein zu bleiben.

3 Kommentare

Anonym hat gesagt… @ 18. März 2011 um 17:29

Warum stehen die Politiker nicht selbst mit Wasserwerfern in der ersten Reihe? Sie waren es doch, die den Betrieb der KKWs zuließen, obwohl ihnen bekannt war, dass sie einem Tsunami nicht standhalten konnten.

hero12 hat gesagt… @ 18. März 2011 um 18:39

Ich stehe etwas verständnislos vor der Tatsache, dass niemand der im AKW tätigen Techniker oder Feuerwehrleute ausreichend durch Strahlenschutzanzüge und Atemgeräte geschützt scheinen.
Gibt es solche Schutzmassnahmen nur in Katastrophenfilmen?
Ich dachte, dass diese Schutzanzüge vorhanden wären, um eben in solchen Situationen zum Einsatz zu kommen. Bin ich falsch informiert?
Oder kann solch ein Anzug sowiso nicht schützen.

Firmenkatalog hat gesagt… @ 18. März 2011 um 22:07

Ich würde jetzt ungerne an der Stelle der Japaner sein. Die armen Menschen. Ich finde wir sollten alle etwas dazu tun damit die Menschen dort etwas leichter haben. Eine kleine Spende wird keinen weh tun... Ich bewundere die Arbeiter die jetzt in den Reaktoren arbeiten und die ganze Strahlung auf sich nehemn um andere zu Retten. Die verdienen eine sehr große Belohnung dafür!
LG Irina

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